Über mich

Unsichtbares sichtbar machen
Im Gespräch mit Michael Wörle 


M. Wörle, Foto: Nils Paul

„Kunst macht Unsichtbares sichtbar“ – Was bedeutet dieser Satz für Dich?

Ich habe im Laufe meiner Tätigkeit als Bildender Künstler erfahren, dass „Unsichtbares sichtbar zu machen“ zu meiner Lebensaufgabe gehört. Deshalb suche ich nach einem sinnlich erfahrbaren, bildnerischen Ausdruck für das, was mich innerlich bewegt. Ich materialisiere, was das „Ohr des Herzens“ erlauscht.

Wie kann Kunst das Unsichtbare sichtbar machen?

Nach meinem Erleben funktioniert das hauptsächlich über symbolhafte Bilder, Metaphern, die über das Offensichtliche hinausreichen und naturgemäß ein Geheimnis unter der Ästhetik verbergen. Es entstehen viele Schichten, die verschiedenste Interpretation zulassen.

Auf Deiner Homepage schreibst Du, die verletzliche Vitalität des Menschen sei das zentrale Thema Deiner Kunst. Wieso?

Die „verletzliche Vitalität“ ist immer noch im Fokus meiner Figuren-Kompositionen. Ich überbrücke den scheinbaren Gegensatz von Lebenskraft und Verletzlichkeit. Durch die malerische Auseinandersetzung, versuche ich diesen aufzulösen.

Wie äußert sich dieses Thema in Deinen Werken?

Indem ich Figuren darstelle, die sowohl kraftvoll als auch sensibel erscheinen. Auf diese Weise ist es mir möglich, den Schmerz als Lehrer bewusst greifbar zu machen. 

Deine Bilder verbinden oft realistische Themen mit Irrealem. Was ist der Grund dafür?

Es liegt daran, dass ich mich viel in archetypischen Gedankenkmustern bewege, die eine Verbindung zwischen Rationalem und Mystik schaffen. Ein konkretes Beispiel: nach dem Erwachen, wenn Traumbilder präsent sind, ordnet mein Verstand diese ein und macht sie für meine Werke nutzbar.

… zum ausführlichen Interview

Das Interview führte Bene Bögle, Altettaler.de, 2016

 

 

Landschaftsmalerei


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Meine Landschaftsbilder zeigen eine Natur ohne Menschen, meist sind es Wasserlandschaften, denn sie verstärken den Spiegelcharakter, der mich dabei interessiert.

 

Michael_Woehrle0187Für mich als Maler ist die Wahrnehmung einer Landschaft auch immer die Wahrnehmung der eigenen Seelenlandschaft, die sich in der Natur wiederspiegelt, und wahrscheinlich auch umgekehrt. Die am stärksten Prägende ist die meiner Kindheit und Jugend.

 

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Meine intensivste Auseinandersetzung entsteht während des „Pleinair“ -Malens Vorort . Während dieses Prozesses findet eine Bewegung von der relativ bewussten Wahl des Motivs, hin zur Umsetzung von unbewussten Inhalten statt.

 

Michael_Woehrle0167Es ist ein intensives Erlebnis, eine Art von Einswerdung mit den mich umgebenden Farben, und dem sich permanent verändernden Licht, das sie erschafft. Das lasse ich in das Bild einfliessen, bis zu dem Punkt, an dem ich von ihm ablasse.

 


Michael Wörle „Vom Wasser – Landschaften“

M. Wörle, Foto: Nils Paul